Das System

Stahltragglied ist das gerippte Ankerrohr

  1. Verwendung eines Rohres als Anker
    Ein Rohr ist statisch günstiger als ein Vollstab bei gleichem Querschnitt hinsichtlich Biegung (Knicken), Querdruck und Mantelreibung in weichen Böden.
  2. Schaffung einer preiswerten Einweg-Bohrstange und Bohrkrone.
    Dadurch entfallen 2 aufwendige Vorgänge beim Einbau: Das Einführen des Stahltragglieds und das Ziehen der Verrohrung. Beim wechselweisen Durchfahren von Felssturzmaterial, Dammschüttung, Holz oder Wurzeln weist das Direktbohren deutliche Vorteile auf, wenn das Ziehen des Bohrgestänges (Verrohrung) entfällt.
  3. Benutzen des Ankerrohres für das Verfüllen des Bohrlochs vom Bohrlochtiefsten
    garantiert eine zwangsläufige, vollständige Füllung des Bohrlochs und aller Klüfte. Es ist einfacher als zusätzliche Schläuche zum Injizieren, Entlüften oder Nachverpressen.
  4. Verwendung eines Feinkornbaustahls gemäß Allgemeiner Bauaufsichtlicher Zulassung Z-30.1.1
    mit hoher Kerbschlagzähigkeit - minimal 39 Joule - gegenüber hochfesten Spannstählen und Litzen mit nur 15 Joule oder auch Glasfasern. Das fertige Ankerrohr erfüllt die Anforderung von DIN 488 Betonstahl und Bruchdehnung A10=10%. Der Feinkornbaustahl ist unempfindlich gegen Spannungsriß = Korrosion und Querdruck. Er ist schweißbar. Es wurde nachgewiesen, dass durch drehschlagendes Bohren in den genannten Grenzen keine Vorschädigung eintritt.
  5. Wahlweise Verwendung eines nichtrostenden Stahls INOX mit Allgemeiner bauaufschtlicher Zulassung Z-30.3-6 Werkstoff Nr. 1.4462
    für besondere Korrosion z.B. Tunnelsanierung, aggressive Bergwässer, Pfahlgründung in Deponien etc., wo eine vollständige Zementsteinüberdeckung nicht gewährleistet werden kann. Die Verarbeitung ist wesentlich einfacher als bei Dauerankern mit zementverpressten PE-Ripprohren; insbesondere Koppelung und Ankerkopfausbildung.
  6. Ausbildung der Gewinderippen wie bei Betonstahl nach DIN 488 oder ASTM-A 615 (Betonstahlgewinde)
    Die Rippenflächen unter 45° zur Stabachse vermeiden Spaltkräfte. Dadurch bleiben die Ringzugspannungen im Verpresskörper gering und die Rissweiten bei Gebrauchslast unter den geforderten 0,1 mm; deutlich unter den Rissweiten von Injektions- Bohr-Ankern mit Bohrstangengewinde R 32 nach ISO 10208, die sich nur für temporäre Maßnahmen im Tunnelbau eignen.
  7. Durchlaufendes Gewinde gewährleistet überall Schraubbarkeit
    Ablängen, Kuppeln, Vorspannen und Entlasten des Ankerpfahls ist möglich.

Eine einheitliche Verfahrenstechnik für alle Böden

Aufgebrochener Verpresskörper

Aufgebrochener Verpresskörper, aufgebaut aus: (von innen nach außen)

1. Spülweg mit Zementleim w/Z = 0,5 rot
    eingefärbt, Betonfestigkeit > B 25

2.
Filterkuchen mit Zementleim w/Z = 0,7,
    grau-grün eingefärbt

3.
verkitteter Boden, der sich mit Hand-
    hammer nicht abschlagen lässt (Boden-
    verbesserung)